3. Protestmarsch Aarau 12.12.2020

Nach zwei gelungenen Aktionen in Zürich und St. Gallen ist es heute endlich wieder soweit: Eingehüllt in weisse Schutzanzüge und Gesichtsmasken tragen wir mit Brust- und Rückenschildern unsere Botschaften in die Welt.

Bereits um 11 Uhr ist erkennbar, dass in Aarau heute etwas los ist. Immer mehr Menschen strömen auf den Bahnhofplatz, um sich dann einer nach dem anderen ganz in Weiss zu verwandeln. Viele Menschen sind ohne Ausrüstung gekommen, was die Organisatoren vor grosse Herausforderungen stellt, welche sie aber souverän meistern: Innerhalb der geplanten Zeit und nach kurzen Instruktionen sind alle Teilnehmer/innen bereit zum Abmarsch.

Begleitet von der äusserst kooperativen Aarauer Polizei geht es entlang der Bahnhofstrasse in Richtung Innenstadt, wodurch der Verkehr kurzfristig zum Erliegen kommt. Auf dieser Wegstrecke wird uns zum ersten Mal die Dimension dieses 3. Protestmarsches bewusst: Wir zählen rund 250 Teilnehmer/innen, welche sich in Zweierreihe in Bewegung setzen – ein eindrückliches Bild! Auf dem Weg zum Kirchplatz gibt es ganz unterschiedliche Reaktionen aus der Bevölkerung: Während die einen spontan applaudieren, schütteln andere verständnislos den Kopf oder fühlen sich gar veranlasst, abschätzige Bemerkungen in Richtung der Demonstranten zu machen. Jeder Passant hat aber die Möglichkeit, unsere „stillen Botschaften“ zu lesen und darüber nachzudenken; das ist unser Ziel. Der Protestmarsch verläuft absolut friedlich und endet um ca. 12:45 Uhr auf dem Kirchplatz.

Dort geht es um 13 Uhr mit einer kleinen Kundgebung weiter. Als Redner treten Christoph Pfluger und Daniel Trappitsch auf. Nach kurzen Vorträgen diskutieren die beiden in einem Dialog aktuelle Fragen, welche uns alle beschäftigen und zeigen dabei auch Perspektiven auf, Hoffnung für die Zukunft. Den Abschluss macht die Songpremiere von Truth Fighter, welcher aufgrund der geltenden Coronamassnahmen des Kantons Aargau (Singverbot) bedauert, seinen Song nicht live vortragen zu dürfen. Der guten Stimmung auf dem Platz tut diese Einschränkung keinen Abbruch. Nach dieser Darbietung erklärt Organisatorin Simone die Kundgebung offiziell für beendet, worauf sich die Menschenmenge friedlich auflöst.

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